Immobilie als Altersvorsorge – sinnvoll oder riskant?
Wohneigentum gilt in der Schweiz nach wie vor als beliebte Form der privaten Altersvorsorge. Wer im Ruhestand keine Miete mehr zahlen muss, entlastet sein Budget spürbar. Gleichzeitig bleibt eine Immobilie in der Regel wertstabil – besonders an gefragten Lagen.
Doch der Kauf allein garantiert noch keine sorgenfreie Zukunft. Wichtig ist, die Gesamtbelastung realistisch einzuschätzen. Banken prüfen die Tragbarkeit mit kalkulatorischen Zinsen von rund fünf Prozent – auch wenn der aktuelle Hypothekarzins tiefer liegt. Wer im Alter weiterhin eine Hypothek tragen möchte, sollte frühzeitig – idealerweise ab dem 50. Lebensjahr – gemeinsam mit seiner Bankberaterin oder seinem Bankberater die finanzielle Situation nach der Pensionierung analysieren.
Auf dieser Basis sollten rechtzeitig geeignete Massnahmen geplant und umgesetzt werden, meist in Form von Amortisationen. Ziel ist es, die Hypothek bis zur Pensionierung auf einen tragbaren Umfang zu reduzieren, damit ein Zwangsverkauf verhindert werden kann.
Eine Immobilie bietet Sicherheit, bindet aber Kapital und verursacht Unterhaltskosten. Als Altersvorsorge funktioniert sie dann besonders gut, wenn man sie langfristig finanzieren kann, regelmässig Rücklagen bildet und nicht ausschliesslich auf ihren Wert angewiesen ist.